Hier Auszüge aus unserem Schulprogramm. Verabschiedet wurde es 2012 und wird demnächst aktualisiert!

Unsere Leitidee

Jedes Kind WILL lernen.

Diese Grundüberzeugung führt zu einem veränderten, individualisierten Unterricht, denn nicht jedes Kind lernt auf die gleiche Weise und im gleichen Tempo. Kinder sind selbsttätige Menschen, die einen eigenen Lernweg beschreiten, deswegen werden die schulischen Voraussetzungen dafür geschaffen, dass jedes Kind diesen Weg findet.

Zu diesen Voraussetzungen gehören:

  • Lernfreude erhalten
  • sich als erfolgreich lernendes Kind erleben können
  • selbstständiges Lernen ermöglichen
  • dem Kind Verantwortung für das eigene Lernen übertragen
  • Vertrauen in das Kind setzen und auch Lernumwege zulassen
  • das Kind den Lernweg und das Lerntempo bestimmen lassen
  • das Kind auf seinem Weg unterstützen
  • soziales Lernen ermöglichen

 

Die Lehrer und Lehrerinnen stellen sich deshalb neuen Herausforderungen:

  • Kinder nicht belehren, sondern beraten, helfen und unterstützen
  • Unterschiedliche Lernangebote für unterschiedliche Kinder bereitstellen

 

Alle Schulklassen sind heterogene Lerngruppen. Es gibt Kinder, die  lernen schnell, andere lernen langsam, Kinder, die in bestimmten Bereichen Schwierigkeiten haben (Teilleistungsstörungen) und Kinder, die mit einem großen Vorwissen bei uns beginnen.

Sie werden gemeinsam unterrichtet, lernen aber aufgrund ihrer Unterschiedlichkeit nicht zwingend dasselbe zur gleichen Zeit. Dem tragen wir mit einem veränderten Unterrichtskonzept Rechnung.

Deshalb unterrichten wir jahrgangsübergreifend in der Eingangsstufe.

Die Kinder haben nach dem Schulgesetz die Möglichkeit, den Stoff der ersten beiden Schuljahre in ein, zwei oder in drei Jahren zu erarbeiten:

 

Die Kinder, die bereits nach einem Jahr den Unterrichtsstoff von Klasse 1 und 2 erarbeitet haben, können mit den Zweitklässlern (Experten) in die 3. Klasse aufsteigen.

 

Die Kinder, die drei Jahre bis zum Ziel von Klasse 2 brauchen, verbleiben mit den ihnen bekannten Kindern in ihrem Klassenverband.

 

Die Eingangsstufe im jahrgangsübergreifenden Unterricht garantiert den Kindern somit in jedem Fall eine soziale Kontinuität.

 

Das jahrgangsübergreifende Lernen fördert durch seine vielschichtigen Unterrichtsstrukturen, Methoden und Formen die sozialen Kompetenzen wie Achtung, Toleranz und Rücksichtnahme.

Die Kinder lernen voneinander.

Sie akzeptieren sehr schnell, dass andere anders lernen und arbeiten, dass jeder seinen eigenen Weg hat, um ans Ziel zu kommen.

 

In einer jahrgangsübergreifenden Klasse ist die anfängliche Eingewöhnungsphase wesentlich kürzer, da die Erstklässler (Forscher) sehr viel von den Experten ab-gucken und lernen.

So fördern wir

Jede Kindertagesstätte unseres Einzugsgebietes hat eine Sonderschullehrkraft des Förderzentrums Paulus-Paulsen-Schule als Ansprechpartner, die in der Regel einmal pro Woche mit 2 Wochenstunden zur sprachheilpädagogischen Förderung der Kinder und Beratung von ErzieherInnen und Eltern zur Verfügung steht.

Bei der Anmeldung der Schulanfänger lernt ein Team aus Grundschullehrkraft und Sonderschullehrkraft jedes Schulanfängerkind in einer Kleingruppensituation kennen. Hierbei erfolgt eine Einschätzung der Kinder in den Bereichen „Sprache und Denken“, „Wahrnehmung und Bewegung“ sowie „Soziale und emotionale Entwicklung“. Anschließend werden gezielte Maßnahmen zur vorschulischen Förderung vorgeschlagen und ggf. in Zusammenarbeit mit KiTa, Eltern und Gesundheitsamt angebahnt.

In den ersten vier Schulwochen führt eine Sonderschullehrkraft eine „Individuelle Lernstandsanalyse“ bei jedem Kind durch (IleA). So kann jedes Kind von Beginn an auf seinem individuellen Lern- und Leistungsniveau arbeiten.

Von Beginn der 1. Klasse an arbeiten Lehrkräfte des Förderzentrums Paulus-Paulsen-Schule integrativ und additiv zum Unterricht mit den Kindern. Die Schü-lerInnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Bereich „Sprache“ erhalten wöchentlich eine Stunde Sprachtherapie um ihre sprachlichen Kompetenzen zu erweitern. Die Sonderschullehrkraft erstellt Förderpläne für die Kinder mit sonderpädagogischem Schwerpunkt „Sprache“ und unterstützt beim Schreiben von Lernplänen. Die Kinder, die Schwierigkeiten haben Lerninhalte ohne zusätzliche Hilfen zu erfassen, erhalten Förderpläne im Bereich „Lernen“ und werden zusätzlich durch die Sonderschullehrkräfte gefördert.

Für Kinder mit besonderem Bedarf im Bereich der Wahrnehmung und Bewegung bietet eine Motopädin für Klassenstufe 1 und 2 zwei Stunden in der Woche Psychomotorik an....

 

Die Schule Fruerlund arbeitet nach den Grundsätzen der Inklusion. In den 3. und 4. Klassen wird die Arbeit der Grundschullehrkraft durch Sonderschullehrkräfte ergänzt. Derzeit arbeitet eine Sonderschullehrkraft aus dem Bereich „Soziale und emotionale Entwicklung“ an der Schule Fruerlund und berät und unterstützt Lehrkräfte und Eltern aller Klassenstufen.

In allen Klassenstufen arbeiten ehrenamtliche „Lesepaten“, die den SchülerInnen aller Klassenstufen einmal wöchentlich den Umgang mit geschriebener Sprache und mit Büchern näher bringen und so deren Lesemotivation und -fertigkeit fördern...

 

In Klasse 4 werden Kinder mit Schwierigkeiten beim Lesen und in der Rechtschreibung zusätzlich mit einer Stunde „LRS-Training“ gefördert. Ob eine Legasthenie (Lese-Rechtschreib-Schwäche) vorliegt, wird zum Ende des 1. Halbjahres überprüft. Parallel dazu nehmen die übrigen SchülerInnen an einem gezielten Rechtschreibtraining teil...

 

Weitere mögliche Aufgabenfelder der Sonderschullehrkräfte an der Schule Fruerlund sind:

  • Unterricht im Team
  • Individuelle Unterstützung einzelner Kinder innerhalb des Unterrichts
  • Beratung (Beratungshospitation im Unterricht, Prozessbegleitende Diagnostik, Beratungsgespräche mit Lehrkräften und Eltern, Kontakte zu KollegInnen anderer sonderpädagogischer Einrichtungen sowie zu außerschulischen Angeboten und Einrichtungen)
  • Unterstützung bei der Materialbeschaffung und –auswahl
  • Mitarbeit in den Konferenzen, an Schulentwicklungstagen und am Förderkonzept.

Lernen am anderen Ort

In unserer Schule gibt es im Rahmen verschiedener Unterrichtsfächer besondere Aktivitäten und Projekte. Um den Kindern möglichst viel Anschauung und direkte Begegnung zu ermöglichen, findet Unterricht auch außerhalb der Schule an den unterschiedlichsten Orten statt.

Die folgende Übersicht stellt eine Auswahl der Möglichkeiten dar, die von unseren Klassen wahrgenommen wurden bzw. genutzt werden können:

A  Naturbegegnungen

Ÿ Waldpädagogik/ Volkspark

Ÿ Waldpädagogik/ Glücksburg Friedeholz

Ÿ Streuobstwiese in Fruerlund

 

B  Erkundungen in der näheren Umgebung

Ÿ  Schifffahrtsmuseum

Ÿ  Phänomenta

Ÿ  Stadtführungen/Sehenswürdigkeiten

Ÿ  Betriebseinrichtungen besichtigen; z. B. Feuerwehr, Klärwerk

Ÿ  Stadtbibliothek Flensburg

 

C Theater und Konzerte

Ÿ  Besuche von Aufführungen des Landestheaters, der Niederdeutschen

    Bühne und des Theaters Pilkentafel

Ÿ  Konzerte für Kinder im Landestheater

 

D  Klassenfahrten/Tagesfahrten

Ÿ  Erlebniswald Trappenkamp

Ÿ  Wildpark Eekholt

Ÿ  Arche Warder

Ÿ  Besuche auf dem Bauernhof

Ÿ  Besichtigung einer Windmühle

Ÿ  artefact, Schloss Glücksburg

Ÿ  Wattforum in Tönning und Wattwanderung

Ÿ  Aufenthalt auf einem Ponyhof

Vernetzung

Die Schule Fruerlund ist im Stadtteil gut vernetzt. Kooperationsvereinbarungen und regelmäßige Treffen mit den im Stadtteil und in der Stadt Flensburg agierenden Institutionen und Einrichtungen gehören zum Schulalltag.

Zu den Kooperationspartnern gehören die KITA Fruerlund, die integrative KITA Bullerbü und die evangelische KITA Mürwik. Regelmäßig findet mit diesen Partnern ein Austausch über die angehenden Schulkinder statt...

Ein weiterer Kooperationspartner ist das Jugendzentrum Alsterbogen der evangelischen Kirchengemeinde Fruerlund. Dieses ist ein wichtiger Bestandteil der „Offenen Ganztagsschule“. Hier werden das Mittagsessen und die Hausaufgabenbetreuung angeboten. Eine Lehrkraft der Schule ist im regelmäßigen Gespräch (einmal wöchentlich) mit den Betreuern der Hausaufgabenhilfe, um wichtige Informationen über die Schülerinnen und Schüler auszutauschen. Auch Kurse der OGS werden durch die Mitarbeiter des Jugendzentrums sowohl in der Schule als auch im Jugendzentrum durchgeführt...

Des Weiteren besteht eine gute Zusammenarbeit mit dem Gesundheitshaus, dem schulpsychologischen Dienst, dem ZKE (Zentrum für kooperative Erziehungshilfe) und der Villa Paletti. Diese vier Institutionen sind für die Belange der Entwicklung unserer Kinder von großer Bedeutung und kümmern sich intensiv um die Förderung der Schülerinnen und Schüler bei privaten und schulischen Krisen.

Die Universität Flensburg sorgt durch Abordnung von Studierenden im Rahmen der Praktika für einen regen Austausch mit dem Lehrernachwuchs. Die Studierenden unterstützen die Lehrkräfte bei ihrer vielfältigen Arbeit und bereichern so das Schulleben.

Der SBV, der größte Wohnungsanbieter im Stadtteil, unterstützt die Schule vielfach in ideeller und finanzieller Hinsicht. Als Beispiel sei hier die „Streuobstwiese“ genannt...